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Gemeinderat Kurt Rieder
Kurt Rieder
Gemeinderat

Unserer Erde und uns Menschen geht es viel besser, als uns täglich mitgeteilt wird...

«Die Reichen sind immer reicher und die Armen immer ärmer» ist eine beliebte und «süffige» Schlagzeile. Ist dem wirklich so? Man muss gar nicht so tief graben, um zu erkennen, dass in Tat und Wahrheit das Ganze sehr viel positiver aussieht. Und das gilt nicht nur bezüglich Armut, sondern auch in viel anderen wichtigen Bereichen.

Zum Beispiel Armut
Wenn wir nicht den Neid, sondern die nackten Zahlen sprechen lassen, sieht es wie folgt aus:
Seit 1950 hat sich der Anteil der Armen auf der ganzen Welt von über 50% auf unter 25% halbiert. Und dies trotz einer massiven Bevölkerungszunahme. Die Schweiz war im Jahr 1900 das Armenhaus Europas. Mit Fleiss, Anstrengung und guter Bildung haben wir es zu sehr viel Wohlstand gebracht. Der heutige Arme ist im Vergleich zum damaligen Armen ein «Reicher».
 
Zum Beispiel Umweltverschmutzung
Im alten Rom klagte der Philosoph Seneca über die stinkende, verrusste und stickige Luft. Bereits um 500 v.Chr. war die Luft über Griechenland viermal so bleihaltig wie zur Zeit, als die europäische Zivilisation damit begonnen hat, Metalle einzuschmelzen. Als 1257 die englische Königin Nottingham besuchte, war ihr der Gestank der Kohleöfen so unerträglich, dass sie um ihr Leben bangte und die Stadt sofort wieder verliess. Im 18. Jahrhundert waren die Städte unerträglich verschmutzt.
Trotz enormem Wirtschaftswachstum in den letzten 100 Jahren hat sich die Luftbelastung massiv verringert. Des Weiteren wird heute in der westlichen Welt fast alles recycelt und es gibt strikte Umweltvorgaben. Uns und unserer wunderschönen Erde geht es massiv besser als «in der guten alten Zeit».
 
Zum Beispiel Wald
Als CO2-Skeptiker sehe ich im Mehr an CO2 nicht sehr viel Negatives. Mehr CO2 führt zu mehr Pflanzen- und Waldwachstum. Dies führt wiederum zu mehr CO2 Vernichtung durch Fotosynthese. Die Waldfläche hat in den letzten Jahrzehnten im Durchschnitt stark zugenommen. Luftaufnahmen haben gezeigt, dass in der Schweiz die Waldfläche zugenommen hat. Deshalb mussten sogar Förderbeiträge für überwuchertes Land gekürzt werden.  
 
Zum Beispiel Gesundheit
Im 17. Jahrhundert waren die persönliche und öffentliche Hygiene fast völlig unbekannt. Daher führten verdorbene Nahrung und verseuchtes Wasser häufig zum Ausbruch von bakteriellen Mageninfektionen. Besonders schrecklich war die Ruhr, welche innert Stunden oder Tagen viel Opfer hinwegraffte. Heute haben wir in der Schweiz ein sehr gut ausgebautes Gesundheitssystem, welches zwar jedes Jahr teurer wird, aber auch jedes Jahr bessere Methoden und Medikamente hervorbringt. Ein gutes Gesundheitswesen ist nicht gratis zu haben.     
 
Zum Beispiel Hunger
Gemäss WHO (Weltgesundheitsorganisation) wird sich der Anteil der Hungernden von 1970 (ca. 35%) im Jahr 2030 auf noch ca. 6% verringern. Und dies trotz einer stark wachsenden Bevölkerung in den Entwicklungsländern. Jeder Einzelne ist zu viel, aber wir arbeiten daran.
Wenn ich alte Fotos von meinen Eltern oder Grosseltern anschaue, sehe ich sehr viele schlanke Menschen. Bilder aus der heutigen Zeit zeigen demgegenüber (zu)viele übermässig genährte Menschen. Uns fehlt es also nicht an der Möglichkeit zur Kalorienzufuhr.
 
Zum Beispiel Landwirtschaft
Wenn wir die Getreideerträge betrachten, so haben sich diese von 1960 bis ins Jahr 2010 vervielfacht. In den Entwicklungsländern sind sie ca. 240%, auf dem Gebiet der alten UdSSR (wegen des Kommunismus nur gerade) um ca. 50% gestiegen. Insgesamt konnten sie auf der Welt um mehr 250% gesteigert werden. Danke an all die Bauern und Forscher!
 
Zum Beispiel Wohnraum
In der Schweiz hat der durchschnittliche Wohnraum eines Bürgers von 1900 bis ins Jahr 2014 von  unter 22m2 auf über 83m2 (Einpersonenhaushalt) bzw. 45m2 (Mehrpersonenhaushalt) zugenommen. Mehr Platz ist ein Luxus, den wir zu Hause geniessen können. Leider gilt dies nicht auch für den öffentlichen Raum.
 
Zum Beispiel Arbeitszeit
Die jährliche Arbeitszeit ging in der westlichen Welt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts von fast 3000 Stunden auf aktuell weniger als 1600 Stunden zurück. Zusätzlich haben wir auch viel mehr Urlaub. Wir haben also viel mehr Zeit, die wir mit der Familie und Freunden verbringen können.  
 
Zum Beispiel Freizeit
Da wir nicht nur weniger arbeiten und mehr Urlaub haben, sondern auch viel länger leben und auch weniger früh ins Arbeitsleben eintreten (keine Kinderarbeit wie früher), bleibt uns auch viel mehr Zeit, um unsere Hobbys zu pflegen.
 
Zum Beispiel Wasser
Wir hier in der wunderschönen Schweiz haben grundsätzlich keine wirklichen Probleme bezüglich des Wassers und vor allem bezüglich des Abwassers. Wie sieht es aber in den Entwicklungsländern aus? In den Jahren 1970-2010 ist der Prozentsatz der Menschen in der Dritten Welt, welche Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, von ca. 30% auf über 85% gestiegen. Beim Zugang zu Sanitäreinrichtungen ist der Anteil von ca. 22% auf über 53% gestiegen. Es gibt noch viel zu tun, aber es gilt auch diese Fortschritte zu würdigen. Bei meiner Grossmutter hatten wir vor 50 Jahren auch keinen Anschluss an das Abwasser. Unseren Schweizer Standard haben wir auch schrittweise erarbeitet.
 
Fazit
Statt jammern sollten wir feiern, geniessen und dankbar sein!
 
Quellen: UNO, WHO, Weltbank, Bundesamt für Statistik, Björn Lomborg (Apocalypse No! Wie sich die menschlichen Lebensgrundlagen wirklich entwickeln)  

Kurt Rieder
Gemeinderat

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